Buchparty im Kolibri

Auszug aus meiner Buchpräsentation „Diagnose Herzinfarkt“

Am 5. September 2017 im Kolibri, Fridingen an der Donau

Jana Haas ist eine spirituelle Lehrerin, die ganz in der Nähe von uns lebt, noch nicht mal 30 Minuten von Fridingen entfernt in Herdwangen. Ursprünglich stammt sie aus Russland und ist schon seit ihrer Kindheit hellsichtig. Sie sagt:

Jeder von uns ist ein spirituelles Wesen, das gerade eine irdische Erfahrung macht.

Als ich diesen Satz zum ersten Mal gehört habe, klang diese Botschaft noch seltsam; inzwischen denke ich nur noch „Ja, klar!“ Ist doch logisch!

Und mit den Jahren habe ich versucht, mein Leben danach auszurichten. So wie wir alle einmal auf wundersame Weise das Licht dieser Welt erblickt haben, so natürlich müssen wir alle dieses Leben wieder verlassen. Und Platz machen für die Nächsten, die eine irdische Erfahrung machen wollen.

Also habe ich versucht, den Tod als etwas Selbstverständliches zu sehen, etwas das unwillkürlich zum Leben dazu gehört. So wie es manchmal in den Todesanzeigen steht: Zum Sterben geboren am…. Zum Leben gestorben am….

Ich habe mir eingebildet, dass es keinen Grund gibt, traurig zu sein, wenn jemand geht. Sondern dass wir uns stattdessen freuen sollten für den, der seine Aufgabe vollbracht hat und nun friedvoll wieder zurückkehren darf in seine wahre Heimat.

Und dann ist am vergangenen Mittwoch Louise Hay verstorben. Die Autorin der Bücher, die mich überhaupt erst auf meinen Weg gebracht haben. Die Gründerin vom Hayhouse Verlag,  Hayhouse Radio, der Hayhouse Stiftung, und vieles andere mehr.

Louise Hay wurde über 90 Jahre alt und sie hinterlässt ein Imperium, das seinesgleichen sucht. Louise wurde geboren 1925 und es gibt sicher wenige Frauen in ihrem Jahrgang, die auch nur ähnlich erfolgreich waren wie sie. Und dabei war sie schon 50 Jahre alt, bis sie ihr erstes Buch veröffentlicht hat (das „little blue book“ You can heal your Body) und damit quasi den Grundstein gelegt hat für ihr Lebenswerk.

Als ich die Nachricht von ihrem Übergang auf Instagram gelesen habe, liefen mir unwillkürlich die Tränen übers Gesicht. Ich war tieftraurig. Auch noch am nächsten Tag. Ich war traurig über den Heimgang einer Frau, der ich niemals persönlich begegnet war. Ich war traurig über den Übergang einer Frau in die geistige Welt, von der ich wusste, dass sie ihre Lebensaufgabe aufs allerbeste erfüllt hatte. Auf ihrem Abreißkalender stand für den nächsten Tag sinngemäß der Spruch: „Ich bin zufrieden, erfüllt und vollständig. Und ich bin bereit für neue Abenteuer!“

I am satisfied, fulfilled, and complete. And I am ready for new adventures!

 

Und plötzlich wurde mir bewusst, dass ich traurig sein durfte, wenn jemand stirbt. Dass es nicht selbstsüchtig oder egoistisch ist, sondern dass wir den Verlust eines Menschen ganz ehrlich betrauern dürfen.

Ein Leben ist zu Ende gegangen, also ist es nur natürlich, dass wir Wehmut und Trauer verspüren, obwohl wir eigentlich wissen, dass es diesem Menschen nun besser geht als vorher, weil er jetzt wieder in seiner himmlischen Heimat ist. Seine irdische Erfahrung ist zu Ende und nun soll er Platz machen für andere.

Warum aber machen wir das überhaupt? Warum tun wir uns das an? Warum bleiben wir nicht alle lieber gleich im Himmel und ersparen uns das alles?

Das irdische Leben ist schließlich nicht immer nur Spaß, Freude und Glück – sondern oft angefüllt mit Schmerz.

Körperlichen Schmerzen, wenn unser Organismus aus der Balance gekommen ist.

Seelischen Schmerzen, weil wir eine traurige Erfahrung gemacht haben.

Wut, Ärger und Verdruss, der uns manchmal buchstäblich aufzufressen vermag.

Enttäuschung, weil wir mehr vom Leben erwartet haben.

Angst, weil wir uns alleingelassen fühlen.

Einsamkeit, die uns mit einer Leere erfüllt statt mit der Zufriedenheit, die wir uns gewünscht hätten.

Jana Haas sagt, die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens lautet, weil unsere Seele sich weiterentwickeln möchte. Weiterentwickeln im Sinne von Wachstum. Und dies geschieht durch die Konfrontation mit anderen Menschen. In Situationen, in denen wir uns mit anderen Menschen auseinandersetzen müssen. Weil wir dabei Erfahrungen sammeln.

Zum Glück müssen das nicht immer negative Auseinandersetzungen sein. Sondern es darf sich dabei auch sehr gerne um positive Situationen handeln.

Ich werde immer wieder gefragt, warum ich das Buch „Diagnose Herzinfarkt“ geschrieben habe?

Es ist Gerds Vermächtnis.

Gerd hat in diesem Leben alles ausgekostet, er hat nichts ausgelassen. Er hat aber auch viel durchgemacht, auch schon vor seinem schweren Herzinfarkt. Und ja, er hat es uns nicht immer leicht gemacht, aber er hat sich auch selber nie geschont. Und zu guter Letzt hat er es geschafft, er hat die nächste Ebene erreicht.

Wir beide haben auf diesem Weg so viel erlebt und so viel gelernt, dass es mir jetzt ein Bedürfnis ist, einiges davon weiterzugeben.

Bei verschiedenen Gelegenheiten wurde mir schon gesagt, dass jemand die Ereignisse in seinem eigenen Leben jetzt zum Teil mit anderen Augen sehe, nachdem er dieses Buch gelesen habe. Dass also das, was ich da erzähle, tatsächlich weitergeholfen hat. Dass der Leser Mut und Kraft aus dem Geschehenen schöpfen konnte. Und das freut mich natürlich ganz besonders und ich hoffe und wünsche, auch Eure Herzen zu erreichen!

Diese ganze Zeit war ein Riesen-Lernprozess für Gerd und mich. Zum Glück hatten wir wunderbare Menschen zur Seite, die uns geholfen haben. Nur mussten Gerd und ich erst lernen, diese Hilfe auch anzunehmen.

Und weil wir nicht allein auf der Welt sind sondern zusammen mit  vielen anderen Seelen, werden wir ständig mit Aufgaben im Äußeren konfrontiert, mit denen wir ursprünglich nicht gerechnet hatten.

Und dadurch wird es dann vielleicht doch einmal zu viel. Wir sind schließlich nicht mehr im spirituellen Kindergarten, wie Dr. Barbara DeAngelis zu sagen pflegt. Wir sind nach vielen Inkarnationen inzwischen in der Meisterklasse. Und deshalb entsprechen unsere Aufgaben auch der Meisterklasse. Da kann es schon mal schwer werden. Was machen wir dann? Wir können den Kopf in den Sand stecken, und warten bis alles vorbei ist. Aber dann ist auch unser Leben vorbei. Und das ist nicht erstrebenswert.

Stattdessen finden wir Hilfe bei Gott. Indem wir ihn anrufen, also beten, wie wir es alle als Kinder schon gelernt haben.

Für die einen ist es gut, wenn sie sich hinknien und einen Rosenkranz beten. Die anderen schreien ihre Wut, ihren Frust und ihre Angst hinaus. Rufen Gott an und fragen „Warum?“

Das alles dürfen wir gerne tun. Gott nimmt uns das nicht krumm. Nein, Gott antwortet. Jedes Gebet wird erhört. Aber wir müssen auch zuhören. Manchmal bekommen wir Antworten, die wir nicht hören wollen. Die ignorieren wir. Wir wissen es schließlich besser.

Ich selber kann da total auf stur stellen. Auf Durchzug, nichts hören… Und mich dann aber wundern, warum mein Ohr so pfeift?

Schon lange vor unserer Geburt haben wir gemeinsam mit Gott einen Vertrag ausgehandelt. Wir haben uns entschieden, eine ganz bestimmte Lebensaufgabe zu erfüllen. Und wir haben uns stark genug gefühlt sie zu bestehen. Und Gott hat darauf geachtet, dass jeder nur so viel auf sich nimmt, wie er auch tragen kann.

Und am Ende unseres irdischen Lebens wechseln wir die Welten, wir gehen von der körperlichen Welt zurück in die geistige Welt. Und zu dem Zeitpunkt wird hoffentlich jeder von uns die Aufgabe erfüllt haben, die er sich vor dieser Inkarnation zusammen mit Gott gestellt hat.

Vor vielen Jahren hat mir eine Schamanin das Buch „Vater unser“ – Deine Schatzkarte zu Gott empfohlen. Geschrieben von Kathleen McGowan.

Kathleen beschreibt darin, wie ihr Glaube ihr in einer sehr schweren Zeit geholfen hat. In einer Zeit, wo sie fast ihr Kind verloren hätte. Die Ärzte hatten das Baby schon aufgegeben und Kathleen aufgefordert, Abschied von ihrem Neugeborenen zu nehmen. Doch dazu war sie nicht bereit, denn sie hatte in einem Traum gesehen, dass ihr Kind lebt. Und so begann sie zu beten. Stundenlang, tagelang, nächtelang. Sie bat auch ihre Familie und ihre Freunde, für das Neugeborene zu beten. Und das Kind hat tatsächlich überlebt. Als ihr Sohn schließlich 10 Jahre alt wurde, hat sie seine Geschichte in einem Buch niedergeschrieben.

Außerdem erzählt sie in dem Buch von ihrer Reise nach Chartres in Frankreich, wo sie in der Kathedrale das berühmte Labyrinth von Chartres besucht hat. Das ist ein „Irrweg“, der schlussendlich in seiner Mitte eine Rose birgt. Eine Rose mit 6 Blütenblättern.

Jedes der Blütenblätter hat seine eigene Bedeutung, die ihre Erklärung im „Vater unser“ findet.

Dem Gebet, welches weltweit fast zwei Milliarden Menschen wie ein machtvolles Band miteinander verbindet.  Nahezu ein Drittel der Weltbevölkerung spricht das „Vater unser“ in seiner jeweiligen Muttersprache als Ausdruck seines Glaubens. Viele können es auswendig aufsagen, ohne vielleicht auch nur im Entferntesten zu ahnen, welche Macht eben dieses Gebet in sich birgt. Jede Zeile trägt in sich das Geheimnis von Gottes Liebe zu den Menschen.

Das Labyrinth der Rose in der Kathedrale von Chartres ist dein eigener Weg zur Liebe. Die 6 Blütenblätter in der Mitte stehen für Glaube, Hingabe, Dienen, Fülle, Vergebung und Überwindung.

Das Buch hat mich vor vielen Jahren sehr berührt und ich hatte später sogar das Gefühl, als hätte es mich auf das was, was dann folgte, vorbereiten wollen. Und ich wollte immer gerne einmal  das Labyrinth in der Kathedrale besuchen.

Tatsächlich habe ich die Reise nach Chartres bis heute nicht geschafft – und dann kam ich durch eine liebe Freundin dieser Tage völlig unvermittelt und ungeplant „zufällig“ an diesen heiligen Ort in der Schweiz und konnte ganz allein und in Stille auf der Klosterinsel Werd das Labyrinth gehen. Ausgerechnet an einem Tag, der für mich persönlich eine große Bedeutung hat, nämlich an Gerds zweitem Todestag. Und da hat sich wieder mal ein Kreis für mich geschlossen.

Das hat mir einmal mehr gezeigt, dass wir nicht weit reisen müssen, oder viel Geld investieren müssen, um unseren Seelenweg zu gehen, und um das Versprechen einzulösen, welches wir Gott gegeben haben, bevor wir auf diese Welt kamen. Das Versprechen, unsere Aufgabe zu erfüllen.

Lass dir Zeit und höre auf dein Herz.

Spirituelles Wachstum ist etwas ganz individuelles, jeder hat seinen eigenen Weg, seine eigenen Aufgaben zu bewältigen. Dabei ist es weniger wichtig, was wir tun sondern wie wir mit unserer Aufgabe umgehen.

Und es gibt keinen Shortcut, für niemanden. Jeder Weg ist so einzigartig wie der Mensch, der ihn geht. Und niemand bekommt mehr aufgebürdet, als er tragen kann!

Und wenn wir wieder einmal nicht weiter wissen, können wir jede Angst, jede Sorge in ein Gebet umwandeln, einfach in dem wir die Worte „Gott, bitte hilf mir mit dieser Situation“ vor unser Anliegen stellen.

Quellenangabe:

Louise Hay, http://www.louisehay.com/

Dr. Barbara DeAngelis, http://barbaradeangelis.com/

Jana Haas, http://www.janahaas.com/

Veröffentlicht in: Blog

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